Poet of the eyes
Die mit ihren Augen spricht!
Mein Name ist Laura Blaschke.
Ich bin zertifizierte Fachkraft für unterstützte Kommunikation, Vortragsrednerin, Fachvorständin Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für unterstützte Kommunikation e.V. und Co-Organisatorin des Talker-Stammtisch in Karlsruhe.
Im April 2004 bin ich geboren – ohne einen Ton, ohne Worte.
Aus Karlsruhe stammend, bin ich gefangen in einem Körper, der macht, was er will.
Meine Körperkontrolle ist kaum vorhanden, und doch ist da etwas, das unendlich stärker ist: meine Seele, meine Gedanken, meine Augen – lebendig, kraftvoll, voller Geheimnisse.
Seit Geburt habe ich wegen einem Sauerstoffmangel eine cerebrale Bewegungsstörung,
eine Infantile Cerebralparese (ICP).
Niemand weiss, warum ich diesen Sauerstoffmangel hatte.
Durch den Sauerstoffmangel wurde mein Gehirn - insbesondere mein Bewegungsapparat - geschädigt.
Mein zentrales Nervensystem schickt meinem Körper ständig falsche Impulse, falsche Befehle, die zu Bewegungen führen, die ich eigentlich gar nicht ausführen möchte.
Aufgrund meiner körperlichen Beeinträchtigung kann ich weder laufen noch sprechen, bin aber im Kopf topfit und verstehe alles.
Mein Körper macht, was er will.
Er wird unkontrolliert steif und macht unkontrollierte Bewegungen, ohne dass ich es steuern kann.
Also mein Körper führt sozusagen ein Eigenleben.
Er ist ein richtiger Rebell, der sich nicht benehmen kann.
Mein Körper und ich führen einen Kampf.
Einen Kampf der Kontrolle.
Aber man kann nicht immer gewinnen.
Manchmal verliert man.
Und man muss lernen, damit umzugehen.
Wegen meiner Beeinträchtigung habe ich einen sehr hohen Muskeltonus, eine Spastik.
Die Spastik ist wie ein Krampf.
Ein Krampf am ganzen Körper, der mich Tag für Tag begleitet.
Wie ein Schatten, der irgendwie auf einer verrückten Art und Weise verdammt loyal ist.
Meine Spastik ist wie eine tickende Zeitbombe, die immer und überall ausbrechen kann, manchmal länger, manchmal kürzer.
Ich bin in einem elektrischen Rollstuhl unterwegs, doch meine Welt der Kommunikation ist viel mehr als nur Bewegung.
Da ich nicht verbal sprechen kann, öffnet mir ein spezieller Sprachcomputer, gesteuert nur durch meine Augen, die Tür zu unendlichen Möglichkeiten des Ausdrucks.
Über eine Bildschirmtastatur, die ich mit meinen Blicken navigiere, kann ich alles mitteilen, was in mir steckt.
Auch die Steuerung meines Rollstuhls erfolgt durch meine Augen – eine faszinierende Verbindung zwischen Geist und Technik, die mir Freiheit und Selbstbestimmung schenkt.
Trotz meiner körperlichen Beeinträchtigung bin ich ein ganz normaler Mensch mit Gefühlen, Werten, Bedürfnissen.
Ich lade Sie ein, mit mir auf eine außergewöhnliche Reise voller Poesie und Mystik zu gehen – in mein Inneres, in eine Welt, die verborgen bleibt.
Ist das Innere eines Menschen nicht das, was wirklich zählt?
Unsere Körper sind vergänglich, doch was bleibt, ist unsere Seele.
Und genau diese Seele möchte gehört werden.
Schon seit ich denken kann, bin ich ein poetischer Freigeist von ganzer Seele und verfolge meine große Leidenschaft des kreativen Schreibens.
Früher als ich noch nicht lesen und schreiben konnte, sprach ich über Symbole.
Symbole sind Grafiken über die man kommunizieren kann, auch wenn man nicht lesen und schreiben kann.
Damals schrieb ich meine Geschichten über Symbole.
Als ich in die Schule kam, lernte ich lesen, schreiben und vieles mehr.
Ich wollte nicht mehr über Symbole kommunizieren, sondern über Buchstaben.
So kann ich alles sagen was ich will.
Ich schreibe mit meinen Augen Geschichten, poetische Texte und Lieder in Word.
Mit meinem Ehrgeiz, meiner Empathie, meiner Tiefgründigkeit und meiner Fantasie verfasse ich herzbewegende Zeilen und berühre Sie ganz tief im Herzen.
Ich bin ein echter Augenansteuerungsprofi!
Ich stelle und programmiere meinen Sprachcomputer (Talker) selbst ein.
Ich habe die schnellste Verweildauer der Augenansteuerung eingestellt und kann somit recht schnell schreiben.
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